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Bikepacking-Fahrrad. Welches ist denn nun das richtige Vehikel dafür? Es gibt viele Fahrräder, die Du für Bikepacking nutzen kannst. Mittlerweile extrem viele. Sie unterscheiden sich primär in Material (Titan/Titan, Titan/Carbon, Stahl/Stahl, Stahl/Carbon, Carbon/Carbon und Aluminium/Aluminium) und natürlich in den kleinen, aber entscheidenden Details:

Bremsen

Die Felgenbremse hat endlich ausgedient. Eigentlich haben alle Bikepacking-Fahrräder mittlerweile Scheibenbremsen. Sie unterscheiden sich in hydraulisch und mechanisch. Mechanische Bremsen fahren meist Biker, die in der ganzen Welt unterwegs sind und einfach Reparatur-Sicherheit brauchen. Bei einer mechanischen Scheibenbremse ist der Bremszug schnell ausgetauscht und es kann weiter gehen. Bei hydraulischen Bremsen ist das etwas anders: da kann die Entlüftung (oder gar der Leitungstausch nach einem Sturz) irgendwo in der Pampa schonmal das Aus für die Tour bedeuten.

Eigene Erfahrung

Ich habe viele Jahre eine mechanische Scheibenbremse gefahren, weil ich die Sicherheit der Autarkie bevorzugte. Ich musste die Bremsen jedoch permanent nachstellen, im Winter war die Mechanik oft von Schmutz blockiert oder die freien Stücke des Bremszuges waren voll Schnee und Eis. Mich hat es schlicht genervt. Deshalb habe ich zu hydraulischen Bremsen gewechselt.

Laufradgröße

Das ewige Thema. Du findest nahezu alle Größen: 26″, 27,5″ und 28/29″). Was soll ich sagen? Alles wieder Vor- und Nachteile. Entscheide selbst: 26″ war die Standardgröße, die in der ganzen Welt und auf allen Planeten abgedeckt wird. Maximale Flexibilität. Wenn nun aber nicht in der ganzen Welt unterwegs bist, kannst Du auch ein 27,5er-Bike nehmen. Hat den Vorteil unter dem Begriff “Gravel Plus” kannst Du Dir problemlos einen Rennrad-LRS dazu kaufen und je nach Anforderung wechseln. Das kannst Du theoretisch auch bei 29″er-Rädern. Nachteil: sieht halt nicht schön aus! Und wenn Du mit einem 29er (welches die laufruhigste Variante ist) dann doch in der Welt unterwegs bist, in der es angeblich nur 26″-Pneus gibt, dann kannst Du auch einen 700c aufziehen. Die Felgen der 29″er sind nämlich gleich groß zu den 28″-Laufrädern.

Eigene Erfahrung

Ich habe ein 29″-Rad, auf dem ich einen Rennrad-Laufradsatz manchmal stecke. Sieht doof aus, aber fährt sich gut. Problem ist nur, dass die Geometrie nicht wirklich dafür gemacht ist. Deshalb werde ich mir im Sommer 2020 ein Gravel Plus Fahrrad holen und dort zwischen 27,5″ und meinem Rennrad-Laufradsatz wechseln.

Wichtig am Bikepacking-Fahrrad: Ösen-Vielfalt

Worin sich die Rahmen – und das stört mich am meisten – extrem unterscheiden, die die Anzahl der verbauten Ösen. Es gibt nichts was mich mehr nervt, als das halbe Rad mit Klettband zuzutapen. Ich brauche einfach viel Trinken unterwegs, möchte meine Top Tube Tasche nicht mit der Rahmentasche um die Klettbandplätze streiten lassen und vor allem an der Gabel will ich einfach mind. sechs Ösen. Da fallen viele Räder schnell raus: sie haben eine Carbon-Gabel ohne Ösen verbaut.

Eigene Erfahrung

Wo ich bei Alu bisher problemlos die Bohrmaschine angesetzt habe, klappt das Bei Titan oder Stahl schwerlich, bei Carbon garnicht. Darum lande ich nahezu immer bei Bombtrack Tout Terrain oder Salsa.

Rahmengeometrie

Mittlerweile irgendwie immer mehr Mountainbike statt klassischer Diamant-Rahmen. Den findest Du nur noch bei Stahl oder Titan. Dabei hat der Rahmen einen großen Vorteil zum abfallenden Oberrohr der Mountainbike-Fraktion: Platz im Rahmen! Für Wasser, für Taschen, für was auch immer. Einfach nur Platz. Aber das muss jeder selbst entscheiden, was ihm da wichtiger ist.

Eigene Erfahrung

Ich habe viel Durst, wenn ich unterwegs bin! Ich liebe Stahlrahmen und ich liebe die Diamantform. Und Köln. Frage beantwortet? Genau: Bombtrack. Mein neues Bikepacking-Fahrrad wird jedoch ein Tout Terrain 🙂

Wo sind denn jetzt die schönen Bikepacking-Räder zu finden?

Ja, ist ja schon gut! Hier eine Liste meiner Lieblingsseiten zum Thema “hätte ich Geld im Überfluss, was würde ich kaufen wollen?”:

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